Autorinnen-Wahnsinn

Gestern war mal ein Wahnsinns-Schreibtag. Oder ein Schreibtag zum wahnsinnig werden.

Gerade aus dem Urlaub zurück, sind die Kinder noch etwas überdreht und leichter reizbar. Die Großen nicht so, die sind eher unsichtbar. Dafür die Kleinen umso mehr. Geschrei, weil Spielzeug nicht gefunden wird. Gezeter, weil die anderen nicht wie gewollt mitmachen. Geheule, weil müde und hungrig und sowieso. Ankuscheln. Auf den Schoß klettern. Laut singen und erzählen. Außerdem wird der Papa vermisst. Der musste nämlich schon wieder für ein paar Tage on Tour gehen.

Das macht: Mama allein zu Haus … oder so.

Mit festen Schreib-Vorsätzen. Wegen Deadline. Ihr wisst ja: Bis zum 9. September habe ich Zeit, mein Buch „Kopf-Nebel – Im Haus des Unsichtbaren“ für den Schreibwettbewerb #NewpiperTalent2019 fertig zu stellen. Und ein bisschen Luft zum Überarbeiten brauche ich ja auch noch …

Zurück zu gestern: Der Nachmittag lief recht mittelmäßig. Nicht gut. Nicht schlecht.

Dann kam der Abend. Beim Essenkochen ein kurzer Stromausfall. Im ganzen Dorf. Überraschung für alle. Aber das war nicht zu schlimm. Schließlich war es draußen noch hell. Nur ein bisschen ungünstig, weil sich so ja die Abendroutine nach hinten verschiebt und mir Schreib-Zeit verloren geht. Ich weiß, das klingt pingelig. Und so bin ich für gewöhnlich nicht. Aber wie gesagt: Besondere Umstände.

Schließlich alle Kinder im Bett. Beziehungsweise die Großen auf ihren Zimmern. Und los geht’s …

P U S T E K U C H E N !!!

Das gefühlt drölfhundertkrmundübzigste „MAMA!?“ erklingt so gegen zwanzig nach zehn. Unfassbar. Da fällt es natürlich super leicht, sich in eine spannende und ziemlich entscheidende Situation hinein zu denken und die weiter zu schreiben. Kurz nach halb elf ist dann aber tatsächlich Ruhe und ich eigentlich auch bett-reif. Aber was soll’s!? Eine Viertelstunde lang kann ich richtig gut was in den Computer bringen. Und dann …

… spielt der Strom wieder verrückt. Aus – an – aus – an – aus – an – aus. AUS! Alles dunkel. ALLES! SCHWARZ! Gruselig. Wirklich. Was mir alles für Gedanken durch den Kopf gegangen sind, verrate ich jetzt nicht. Nur, dass ich dankbar war, dass trotz offiziell nicht mehr existentem Mobilfunknetz meine mobilen Daten wundersamerweise noch geringfügig funktionierten. So konnte ich mit meinem Mann whatsappen und mich ein wenig beruhigen. Ein kleines zartes Gewitter kam schließlich auch noch vorbei. Heute morgen durfte ich erfahren, dass genau das ein paar Kilometer südlicher doch ein bisschen gewaltiger war und flächendeckend eine ganze Menge Dörfer lahm gelegt hatte.

Schlafen kann ich in so einer Situation nicht gut. Und mein Computer ist ein Laptop mit sehr gutem Akku. Ihr versteht, worauf ich hinaus will?

Im Dunkeln konnte ich meine nicht ganz so perfektionierte Zehn-Finger-Schreibtechnik etwas aufpolieren, weil ja Schummeln (fast) nicht geht. Und nebenbei ist mein Manuskript um 2000 Worte gewachsen. Wahnsinn! In jeder Hinsicht. Halb drei war ich aber dann doch müde genug um zu schlafen – auch ohne Strom. Eigentlich fühle ich mich ja zu alt für Schreibnächte. Aber diesmal habe ich zumindest eine halbe geschafft.

Auch schon mal so was erlebt? Würde mich echt interessieren.

Aber in Jedem Fall: Lest doch mal rein in meine Geschichte. Ich bin ziemlich neugierig, wie sie ankommt. Den Link (und ein paar Infos) dazu findet Ihr auf meiner Willkommensseite.

Wir lesen uns.

Herzliche Grüße, Nel

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